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Was ist ein Männergesundheitstag?
Dezentrale, also lokal von einer Gruppe engagierter Ärzte fächerübergreifend
organisierte Männergesundheitstage sind unter bestimmten Voraussetzungen
ein wertvolles und effektives Informations- und Motivationsforum für
interessierte Laien. In 2002 sind an mehreren Orten in Deutschland in
Großstädten, kleineren Orten und Universitäten Männergesundheitstage
veranstaltet worden - mit unterschiedlicher Resonanz. Immer waren Urologen
mit dem Anspruch, die Bedürfnisse der Männer am besten zu kennen,
die Initiatoren.
Die Duisburger Erfahrungen im März 2002 mit über 2000 Besuchern
auf einer vielschichtigen Veranstaltung mit einem Programm einer Männergesundheit
zum Anfassen sollte Urologen auch anderswo nachdenken lassen.
Männergesundheit
geht alle Männer, die Betroffenen, die Gesundheitspolitik und die
forschende Männerwissenschaft an. Auf Grund langjähriger Erfahrungen
von Urologen, die von vielen Männern schon auf Grund der anatomischen
Merkmale und Besonderheiten der Genitalsphäre als "ihren Arzt“ angesehen
werden, haben wir es im Kompetenzfeld
Männergesundheit mit vier prinzipiellen Männerzielgruppen
zu tun.
- Da sind diejenigen,
die sich bestätigt finden in ihrer Meinung,
für ihre Gesundheit, ihr Wohlergehen und ihre zukunftsorientierte,
positive Lebensweise täglich genug zu tun. Diese Männer betreiben
aktive Prävention und sind den Gedanken von Wellness, Psychohygiene
und Anti-Aging bereits primär aufgeschlossen.
- Die anderen sind
die "Betroffenen“. Sie merken zum ersten
Mal in ihrem Leben, dass sie an der Schwelle zu einer Lebenssituation
stehen, wo ein rigoroses Umdenken angezeigt ist, um bestimmte Ziele,
die man sich noch gesetzt hat, besser und sicherer erreichen zu können.
Diese Männer haben meist etwa 20 Jahre nichts aktiv für ihre
Gesunderhaltung getan, nie oder kaum einen Arzt konsultiert und beruflichen
Aufstieg und familiäre Entwicklung in den Vordergrund gestellt.
Diese Männer sind für Prävention motivierbar.
- Angesprochen werden
auch Patienten, also Männer mit Beschwerden
und Funktionsausfällen, die sich eingestehen müssen, dass
ihnen in Unkenntnis, durch mangelnde bisherige Aufklärung, anders
gelagerte Interessen und auch durch Verdrängung, falsch verstandene
Scham und unbegründete Angst in den letzten Jahren schwere Fehler
in ihrem Verständnis von Gesundheitspflege und Krankheitsprävention
unterlaufen sind. Diese Männer gehören therapiert. Sekundäre
präventive Maßnahmen gestalten sich bei ihnen schwierig,
da sie nur mit der Änderung eines viele Jahre eingeschliffenen
riskanten Lebensstils erfolgversprechend sind.
- Schließlich sollen auch junge Männer, die mit Beginn ihrer
beruflichen Karriere und ihrer familiären Aufbauphase auch beginnen,
ihre "gesundheitliche Karriere“ langfristig zu planen, angesprochen
werden. Sie sind eine heute noch kleine Schar gesundheitsorientierter
Präventionswilliger, deren langfristige Unterstützung wir
besonderes Augenmerk schenken müssen. Sie werden die gesunden Alten
von übermorgen sein. Männergesundheitstage können die
Zuversicht vermitteln, dass es nicht zu spät ist, einem veränderten
Gesundheitsverhalten im Alltag Platz zu verschaffen. Außerdem
ist es ein erklärtes Ziel darauf hinzuweisen, dass tägliche
und langfristig angelegte Gesundheitsfürsorge und Vorbeugung nichts
ist, was weh tut, langweilig ist, eines Mannes nicht würdig ist
oder ihm gar peinlich sein muss.
Ein Männergesundheitstag soll für die
Belange
- der Verbesserung
des männlichen Körperbewusstseins,
- des Verständnisses für
Vorsorge und Achtsamkeit und
- des adäquaten
Umganges mit Gesundheit und Krankheit
im wahrsten Sinne des Wortes ansteckend wirken.
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ist ein Männergesundheitstag?"
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