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Wie wollen wir Gesundheit verstehen?


Es vergeht kaum ein Tag, an dem in diesen ungesunden Zeiten unseres Gesundheitssystems nicht neue Vorschläge unterbreitet werden, wie das System an mehr Geld kommt und gleichzeitig weniger ausgibt. Mit dem Schlagwort "Mehr Eigenverantwortung" wollen Politiker und Lobbyisten der Krankenkassen und der Ärzte den Versicherten suggerieren, dass wir trotz Aufweichung des Solidarprinzips nicht in eine Zweiklassenmedizin abrutschen.

Als eine von mannigfaltigen Möglichkeiten an mehr Geld der Versicherten zu kommen, schwebt vielen vor, diejenigen die einen erwiesenermaßen riskanten Lebenswandel pflegen, mehr zu belasten: die Raucher, die Trinker, die Übergewichtigen, die Nicht-Sporttreibenden, die zu heftig Sporttreibenden. Im Klartext: Gesundheitssteuer auf Zigaretten und Spirituosen, Risikozuschläge für Dicke, Untrainierte, Falschernährer und Risikosporttreibende. Wir können es auch auf den einfachen Nenner bringen: Kranke werden zusätzlich zur Kasse gebeten, Gesunde zahlen weniger. Der mit riskantem Lebenswandel, der erwiesenermaßen früher stirbt, finanziert das immer länger werdende Leben der achtsam lebenden und Gesundheitsrisiken meidenden Gesunden.
Und über allem soll der Arzt wachen. Er attestiert das Nichtrauchen, die guten Leberwerte des Weinfreundes, den perfekten Body Mass Index, die ausgewogene, vitamin- und spurenelementreiche Ernährung aus dem Bioladen und den regelmäßigen, mäßigen Ausgleichsport. Als zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Deutschland ein effizientes, für den Rest der Welt vorbildliches öffentliches Gesundheitswesen etabliert wurde, gab es die Gesundheitspolizisten. Sie waren die Vorgänger der heutigen Amtsärzte. Das damalige Ziel war die Kontrolle der Einhaltung seuchenhygienischer Vorkehrungen. Brauchen wir 200 Jahre später demnächst eine Art Präventionsaufsicht, Beamte, die über die präventive Verhaltenshygiene und die Psychohygiene wachen? Aber wie sollen dann die im Falle der Krankheitskosten erzeugenden und nicht mehr umlagepflichtigen Risikosportarten wie Fußball, Ski, Bergsteigen, Drachenfliegen, Tauchen, Wildwassertrekking und weitere den ultimativen Kick erzeugenden Freizeitbeschäftigungen erfasst werden? Und wer soll den Sozialsystemen die anderen ungesunden Lebensstile wie mangelnde Liebe, Singledasein, Einsamkeit oder unangepasster Stress, sowie die Unfähigkeit zu Freude, Spiel und Müßiggang melden? Und wer attestiert wem die prognostisch so günstige Freude am Leben, den Langlebefaktor Lebenslust?

Egal, wie wir es drehen, ob wir weniger in das durch Solidarität definierte Gesundheitsnetz zahlen wollen oder länger leben wollen, ein anderer Lebenswandel oder Wandel des Lebens, also Lebenswandel muss her. Lebenswandel, neudeutsch Lifestyle genannt, hat unter vielen anderen Aspekten etwas mit der Lust an Gesundheit und der Lust am Leben, aber auch mit Lebenslust an sich zu tun - und mit dem Risiko - nennen wir es neutral - eines ausschweifenden Verhaltens. In der Ballade vom guten und vom schlechten Lebenswandel von François Villon in der freien deutschen Nachdichtung von Paul Zech heißt es:1

"Seid was ihr wollt: Soldaten, Schuster, Opernsänger,
Produktenhändler oder auch nur Hundefänger,
ob ihr verlaust seid oder an der Börse spekuliert
mit Haifischflossen, Niggerschweiß und Kaffeebohnen,
ob sich die graden oder mehr die krummen Wege lohnen;
nur wo ihr euer Geld verliert,
bei Weibern, Wein und Kartenspiel,
da wiegt ihr allesamt nicht viel.

Stopft euch den Bauch mit Kaviar und Pfauenzungen
und qualmt solange, bis aus den zerfressnen Lungen
die Schwindsucht grinsend in die Landschaft stiert,
seid Ballspiel-Meister, sammelt Autographen,
wählt Parlamente und euch selber zu den Oberschafen;
nur wo ihr euer Geld verliert, [...]"


Merkmale der Gesundheit

Der Wunsch, etwas Gutes für seine Gesundheit zu tun, ist unendlich. Einmal initiiert, kann solche Prävention für bestimmte Menschen zu einem wahrlich unersättlicher Prozess werden. Dieser hat aber nicht viel damit zu tun, ob oder in welchem Maße man sich gesund fühlt - seine Gesundheit als solche empfindet.
Viele Menschen leiden sozusagen an ihrer Gesundheit. Je mehr sie für ihre Gesundheit tun, um so weniger gesund fühlen sie sich. Das Streben nach Gesundheit nimmt große Teile ihrer Tageszeit und ihrer finanziellen Möglichkeiten in Anspruch. "Die ständige Sorge um die Gesundheit ist auch eine Krankheit“, sagte schon Platon. Und diese Form des Krankseins hat die Industrie längst als einen florierenden Markt erkannt. Dabei ist Gesundheit nicht machbar. Der ist am ehesten als gesund zu bezeichnen, der vergessen hat, dass er gesund ist. Oder der vergessen hat, dass er krank ist?
Denn auch wenn der Sieg über eine schwere Krankheit, oder etwa eine erfolgreiche Krankheitsvorbeugung objektiv und damit messbar die Gesundheit gefördert hat, so kann dennoch hieraus für den Einzelnen eine Verschlechterung seines Zustand entstanden sein.

  1. Da ist einmal derjenige, welcher hierdurch eine hypochondrische Überaufmerksamkeit auf das Selbst entwickelt hat. Die Auseinandersetzung und der Umgang mit seiner durchgemachten Krankheit kann dazu führen, dass er seinen ganzen präventiven Lebenswandel seinem Gesundheitswunsch und seiner Langlebigkeit unterordnet. Der Faktor Lebenslust kann hierdurch auf der Strecke bleiben.
  2. Da ist derjenige, der Gesundheit als Stoff, als planbare Größe auffasst und glaubt, sein Wohlergehen sei käuflich erwerbbar. Er empfindet Wohlergehen nicht als Gabe, die man empfängt, sondern als etwas, das man sich, indem man sich einen bestimmten Lebensstil leistet, durch Willen und Planung aneignen kann.

Bei beiden genannten Menschengruppen wird Gesundheit leicht zum Lebenszweck und damit auch zum sogenannten höchsten Gut deklariert. Die oft lappalienartig wiederholte Behauptung, unser höchstes Gut sei die Gesundheit, ist zu simpel, zu vordergründig. Denn sonst würden ja die Ärzte - meist handfeste, aber einfache Menschen - tagtäglich über unser vermeintlich höchstes Gut wachen. Was wäre dann mit den Kirchenmännern, den Philosophen, mit den Schutzengeln und mit den 14 Nothelfern? Selbst wenn auf unserer Skala der Überlebenswichtigkeit das höchste Gut tatsächlich die Gesundheit sein sollte, so ist nach der Schlussfolgerung des Psychiaters und Theologen Manfred Lütz2 immer noch nicht geklärt, ob Gesundheit wirklich Spaß macht, ob sie die Lebenslust fördert oder ihr sogar hinderlich ist.
So verbindet Seneca3 mit dem höchsten Gut neben der Gesundheit eine Reihe viel bedeutenderer menschlicher Grundfähigkeiten, wenn er sagt: "Wenn ich dir sage: das höchste Gut ist eine unbeugsame Beharrlichkeit, Vorsicht, Schärfe, Gesundheit, Freiheit, Harmonie und Schönheit der Seele, verlangst du dann noch etwas Größeres, worauf jenes alles abzielen müsse?" Und es ist gerade diese Harmonie der Seele, die viele Menschen gewinnen und so dankbar annehmen, die im dinglichen Sinne fern der Gesundheit sind. Und nach einer chinesischen Weisheit fürchte man nicht, dass der Körper, sondern, dass die Seele altert.

Der Begriff Gesundheit lässt sich eigentlich nicht definieren. Die WHO spricht vom “Zustand völligen Wohlbefindens“ und impliziert damit den genormten Übermenschen. Gesund ist nur, wer nicht ausreichend untersucht worden ist, lernen Medizinstudenten. In unseren Untersuchungen stießen wir auf einen Wunsch, was Gesundheit wohl sein möge, der uns am meisten zusagte. Da bezeichnet die Arbeitsgruppe Mann und Gesundheit der Männerbildung Bern im Jahr 2000 das Wesen von Gesundheit so:

"Gesund sein im umfassenden Sinne, heißt fähig sein, körperliche, emotionale, geistige und soziale Potenziale zur Entfaltung zu bringen. Gesundheit ist die Voraussetzung zur Erfüllung individueller, familiärer und sozialer Rollen im Leben. Gesundheit ermöglicht den Menschen, ihr Leben selber zu gestalten, ihre Lebensaufgaben zu erfüllen und darin Selbstachtung, Befriedigung und letztlich Sinnerfüllung zu finden. Damit trägt Gesundheit auch zum Funktionieren von Freundschaften, Familien und Gemeinschaften bei. Gesundheit in diesem umfassenden Sinne sollte für alle Menschen erreichbar sein."

Diese Einschätzung dessen, was Gesundheit sein möge, lässt auch viel Spielraum dafür, was man für eine Krankheit zu halten hat und was nicht. Denn der Bereich des Krankhaften "wird heutzutage immer weiter aufgebläht“, wie es Klaus Dörner in einem Aufsatz kürzlich genannt hat.4 Da sind Hautfalten, graue Haare, Glatze, unerwünschte Kinderlosigkeit, Aufmerksamkeitsstörungen, zu breite Hüften, Tränensäcke, das Älterwerden und vieles mehr. Hier kommt mehr und mehr eine "Can-Do"-Medizin, das heißt eine "Ich will - ich krieg“-Medizin im wahrsten Sinne des Wortes ins Spiel. Anti-Aging ist die Zauberformel dieser Tage und verspricht eine Megabranche der nächsten Jahrzehnte zu werden.

Ein modernes Beispiel für ein zunehmendes Problem in unserer nach außen gerichteten Gesundheitsgesellschaft sind die sogenannten modeabhängigen Lebensgenussmedikamente, als Lifestylemedikamente bezeichnet. Die werden von Menschen genommen, die sich übermäßig mit einem eingebildeten Mangel oder einer Entstellung in ihrer äußeren Erscheinung beschäftigen, da sie hierdurch in der Familie, der Gesellschaft oder im Beruf Nachteile befürchten. Diese vor allem gegen Übergewicht, sexuelle Impotenz und Haarausfall eingenommenen Mittel dienen nicht der Stabilisierung körperlicher Vitalfunktionen von Kranken.5 Am Beispiel der sexuellen Potenzstörung wird sehr deutlich, dass solche Medikamente die Aufmerksamkeit auf solche "körperdysmorphe Störungen“ erst wecken. Die moderne Pharmakologie bringt es demnach fertig, Medikamente zu kreieren, die ihre Krankheit, ihren Einsatzbereich erst suchen.

Nicht, dass man nichts für seine Gesundheit tun sollte. Schließlich plädieren wir hierfür durch Lebenswandel. Denn Gesundheit ist nicht selbstverständlich, ist nicht einfach da. Gesundheit muss andauernd erworben werden. Erwerben heißt aneignen. Wir müssen etwas dafür tun, auch für ihre Erhaltung. Man kann auch sagen "Gesundheit ist ein Geschenk, das man sich täglich selbst gibt“. Jedenfalls ist es kein Produkt oder Erzeugnis, das man in Gesundheitscentern oder im Internethandel kauft. Gesundheit ist auch kein Glücksgewinn, sondern ein aktiver Prozess.

Unser Organismus verfügt über mannigfaltige Mechanismen, mit Krankheiten selbst, das heißt, ohne die Hilfe eines anderen fertig zu werden. Der Nutzen vieler unwirksamer ärztlicher Behandlungen liegt darin, dass dem Organismus die Chance gegeben wird, sich selbst zu heilen. Jetzt wird auch verständlich, dass Jahrhunderte lang der Sinnspruch des römischen Schriftstellers Juvenal (Satire X/356) Mens sana in corpore sano - ein gesunder Köper in einem gesunden Geist - völlig sinnverdrehend interpretiert wurde. Denn es heißt vollständig: "Orandum est, ut sit mens sana in corpore sano", also: "Es muss gebetet werden, dass ein gesunder Geist [Sinn] in einem gesunden Körper sei“. Nicht der gesunde Körper ist Garant für einen vernünftigen Geist. Nein, der gesunde Geist, der Sinn, die Einstellung zum eigenen Körper, das Gesundheitsbewusstsein - all dies ist ausschlaggebend für die Beherbergung eines gesunden oder gesundenden Körpers.

Es gibt etliche erwiesene Gesundheits- und Überlebensrisiken, die wir durch einen guten Lebenswandel oder durch einen Wandel unseres Lebens verringern können. Sie lassen sich grob in drei Kategorien unterteilen: erstens in das Risiko der Ignoranz, zweitens in das Risiko der genetischen Belastung oder Veranlagung und drittens in das Risiko der fehlenden Tuchfühlung mit sich selbst.

  • Mit Ignoranz meinen wir die Nichtwahrnehmung und das Unernstnehmen der wissenschaftlich erwiesenen und allseits bekannten Gesundheitsrisiken wie Übergewicht, Ernährungsstörungen (Mangel-, Fehl- und Überernährung), fehlerhafte Anpassung an Stress, Rauchen, riskantes Trinken und andere Drogen, mangelnde Bewegung von Körper und Geist. Bekämpfung der Ignoranz ist Lebenswandel in purer Form!
  • Mit dem Risiko der familiären Belastung oder Veranlagung ist das genetische Kostüm gemeint, mit dem wir bei der Zeugung ausgestattet wurden. Es sind die Merkmale, mit denen wir nach dem uns mitgegebenen Informationsmaterial gebaut sind. Wir können weder ungünstige genetischen Mitgaben zurückgeben, ihre möglichen Effekte nicht rückgängig machen, noch gute Gene anreichern. Wir können aber eine Art "Genpflege“ betreiben. Der Infarktbelastete kann alles daran setzen, exogene Infarktrisiken zu vermeiden, um das Auftreten eines Herzinfarkts womöglich zu verhindern. Ich nenne hier nur als Maßnahme die Beseitigung eines hohen Blutdrucks, das Trachten nach Idealgewicht und die Unterwanderung einer Fettstoffwechselstörung. Ähnliche Möglichkeiten der "Genpflege“ bestehen bei der Zuckerkrankheit und bestimmten Krebsarten. Bisher konnte man sich dabei nur auf die Krankheitshäufungen in der Familie stützen. Heute haben wir die Möglichkeit, durch Genanalysen an der Wangenschleimhaut bestimmte veranlagte Krankheitsrisiken zu erkennen. So kann bereits zu einem frühen Zeitpunkt eines Gesundheitsrisikos und bei noch fehlenden Krankheitssymptomen durch einen entsprechenden Wandel im Lebenswandel gegengesteuert werden. Diese sogenannten prädiktiven Gentests bescheren uns aber wieder eine neue Menschengruppe, nämlich die der noch nicht Kranken. Besteht hier womöglich die Gefahr, dass dem einen oder anderen aus dieser neuen Population nicht nur die Lebenslust, sondern auch die Lust zu leben abhanden kommt?
  • Mit dem Risiko einer fehlenden Tuchfühlung mit sich selbst meinen wir den Mangel an Achtsamkeit. Gesundheitsbewusstsein und Achtsamkeit gegenüber sich selbst und dem Anderen bedingen sich.
    Gesundheitsbewusstsein erfordert, seine Gesundheit als biologische und soziale Größe wahrzunehmen. Gesundheitswahrnehmung heißt auch, Gesundheit für wahr nehmen. Auch Krankheit wahrnehmen und für wahr nehmen. Akzeptieren statt Verdrängen ist hierin enthalten: kurzum - auf die Signale seines Körpers hören, mit seinem Körper in ständiger Tuchfühlung sein. Hieraus entwickelt sich wie von selbst das Bedürfnis nach einem pfleglichen, Wohlbefinden erzeugenden Umgang mit sich selbst. Leider wird diese Tuchfühlung mitunter erst erworben, wenn Krankheit die Wahrnehmung geschärft hat. Auch Training der eigenen Körperwahrnehmung ist Lebenswandel in seiner puren Form!


Abschließend möchten wir festhalten, dass jedem eine Privatdefinition dessen, was er für Gesundheit und Wohlergehen halten will, zusteht. Nur wenn er sich in der einen oder anderen Variante einem Lebenswandel im Wandel anschließt, so kann dies nicht in einer Filiale seines Verhaltens unter quasi Beibehaltung des alten Firmennamens möglich sein. Wie besser könnten wir das Thema mit Worten aus einem Brief von Horaz vorläufig abschließen:

"Studiere die Bücher der Weisen und frage, wie du den Weg
deines Lebens geruhsam zu gehen vermöchtest.
Prüf, ob Du ewig gehetzt und gequält wirst von Gier und von
Ohnmacht oder von bebender Hoffnung auf Güter von mäßigem Nutzen.
Forsche. Ist Tugend erlernbar? Geschenk oder Natur?
Was kann Sorgen mindern und lässt zu dir selber dich finden?
Was ist in der Lage, wirkliche Ruhe zu schenken?
Die Ehre? Ein hübsches Gewinnchen?
Oder ein Pfad, der im Abseits des Lebens Verborgenheit sichert?“

 

_______________________

1 Die lasterhaften Balladen und Lieder des François Villon
Nachdichtungen von Paul Zech
dtv Taschenbuch
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2 Manfred Lütz:
Lebenslust - Wider die Diät-Sadisten, den Gesundheitswahn und den Fitness-Kult.
Pattloch-Verlag
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3 Seneca: Ausgewählte Schriften.
Ü bersetzt und erläutert von Albert Forbiger
Stuttgart: Hoffmann, 1867, S. 131-132
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4 Klaus Dörner:
Gesundheitssystem in der Fortschrittsfalle.
Deutsches Ärzteblatt 20.9.2002
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5 Wolfgang Harth, Marcus Wendler, Ruthild Linse:
Lifestyle-Medikamente und körperdysmorphe Störungen.
Deutsches Ärzteblatt 17.1.2003
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