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Christoph Wilhelm Hufeland

   Christoph Wilhelm Hufeland
   Arzt, Wissenschaftler

 


Christoph Wilhelm Hufeland (1762 - 1836) war als Arzt und Naturforscher der wohl berühmteste Vorreiter und Verfechter der präventiven Verhaltensmedizin. Er gilt seither als der Gesundheitserzieher, der erstmals auf streng naturwissenschaftlicher Basis Krankheitsvorbeugung betrieb und lehrte und Lebensverlängerung durch Veränderung des Lebenswandels erreichte.
Mit seinem 1797 erschienenen Hauptwerk "Die Kunst, das menschliche Leben zu verlängern" wurde Hufeland weltberühmt. Das zweiteilige Buch erschien in allen wissenschaftlich benutzten Sprachen, sogar in einer chinesischen Übersetzung. Er fordert in dieser Präventionslehre, die er als Makrobiotik bezeichnete, ein ausgewogenes Maß zwischen Askese und Schlemmerei, denn "alle Extreme verhindern die Verlängerung des Lebens". Sein Leben und Wirken war darauf ausgerichtet, durch eine gesunde Lebensführung den Menschen eine für damalige Verhältnisse bestmögliche Lebensqualität zu ermöglichen. Von ihm stammt die heute mitunter salopp dahergeredete Weisheit: "Vorbeugen ist besser als Heilen!"
Hufelands Ethik seiner propagierten Verhaltens- und Behandlungsprinzipien bauten auf der natürlichen Lebensweise der Diätetik (die Lehre von der gesunden Lebensordnung) und auf den naturheilkundlichen Behandlungen auf. Seine Untersuchungen und Schlussfolgerungen zur Makrobiotik bezeichnete er als „die Kunst, Langlebigkeit, also Makrobiose, durch entsprechende Lebensweise zu erreichen“.
So wirkt das Schaffen und die Hinterlassenschaft von Christoph Wilhelm Hufeland nach mehr als zweihundert Jahren sehr aktuell nicht nur in die ökologische Bewegung unserer Zeit hinein, sondern bildet auch eine ethische Grundlage für das heutige ganzheitliche Prinzip Lebenswandel und Gesund aus der Lebensmitte (Anti-Ageing).

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