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Stress ist weder eine "Zivilisationsplage" noch eine "Seuche des 21.Jahrhunderts". Stress gab es immer. Umfragen zufolge fühlte sich 2001 jeder zweite Deutsche mindestens einmal pro Woche "gestresst". Das Karlsruher Institut für Sozialhygiene nennt Angst und Anspannung im Zusammenhang mit Arbeit und Vorgesetzten als Hauptstressursachen. Die zunächst positiven, später unangenehmen Effekte von Stress im Erwerbsleben, denen sich viele aussetzen, sind höchst unterschiedlich. Sie sind eng mit unserer Auffassung von Arbeit und der Einstellung zum Beruf, sozialen Umfeld, zur Regeneration der Kräfte und zum Ausklinken aus dem Berufsleben verknüpft. Die Ursache von Stress kann in unserer Umwelt, in unserem Körper oder in unserer Psyche liegen. [ Weiterlesen
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Burnout - Syndrom Stress kann unerkannt über lange Zeit schwelen und den Betroffenen langsam erschöpfen, ausschöpfen, entleeren. Er fühlt sich dann ausgebrannt. Handelt es sich um Arbeiter in helfenden Berufen, so sprechen wir von Burnout. Es betrifft Männer häufiger und stärker als Frauen. Man könnte meinen, Frauen seien von Burnout eher betroffen als Männern, da sie eher mit Hingabe und Idealismus, Männer eher betriebswirtschaftlich und Karriere- und Erfolgsdenken verhaftet ihren helfenden Beruf wahrnehmen. Jedoch fehlt Männern eher soziale Unterstützung, wenn sie vom Ausbrennen betroffen sind. Demgegenüber haben Frauen eine größere Fähigkeit, über berufliche Fehler und Unzulänglichkeiten zu reden und Hilfe zu akzeptieren. Ausbrennen ist spezifisch für helfende Dienstleistende. Selbstliebe, Achtsamkeit und Aufmerksamkeit sich selbst gegenüber sind die besten vorbeugenden Maßnahmen gegen Burnout. [ Weiterlesen
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Mobbing Schätzungen zufolge werden an die 10% aller deutscher Arbeitnehmer während ihres Erwerbslebens am Arbeitsplatz über längere Zeit Opfer von Schikanen, Benachteiligung und Ausgrenzung. Diese besondere Stressform nennen wir Mobbing. Mobbing zieht sich durch alle sozialen Verflechtungen und Etagen eines Betriebs: als horizontales Mobbing zwischen Kolleginnen und Kollegen, als vertikales Mobbing zwischen Vorgesetzten und Untergebenen. Ziel ist das Niedermachen und Herausdrängen einer Kollegin oder eines Kollegen durch Diskriminierung. Für den Betroffenen bedeutet die Situation ein außergewöhnlicher Stressfaktor und kann schnell zu psychosomatischen Störungen sowie Krankheitssymptomen führen. [ Weiterlesen
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Anpassungsstörungen im frühen Ruhestand Auch zum Ende des Berufslebens und zu Beginn des Ruhestands können Anpassungsprobleme auftreten. Sie können je nach Reaktion und Kompensation spontan vorübergehen. Sie können aber auch zu Gesundheitsstörungen wechselnden Ausmaßes bis hin zu schwerwiegenden Krankheiten und plötzlichem Tod führen. Beim Wechsel aus dem aktiven Erwerbsleben in die Phase des Nicht-mehr-arbeiten-Müssens handelt es sich um den größten Einschnitt in das Sozialgefüge eines Menschen. Der fehlende Tagesrhythmus, Langeweile, Rollenkonflikte mit dem Ehepartner, fehlende Erfolgserlebnisse und Selbstbelohnungen können zu Depressionen und Symptomen führen, die denen des akuten Stress gleichkommen. Männer, die sich in der Familie, im Freundeskreis, durch Hobbys und andere Beschäftigungen auf den neuen Lebensabschnitt vorbereiten konnten, werden es leicht haben. [ Weiterlesen
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Gesundheitslotse und Coach erwünscht Der Gesundheitsmarkt wächst zweistellig, nur nicht im klassischen ärztlichen Praxisbereich. Auch deshalb wird es wohl mittelfristig den traditionellen Patienten als ärztlichen Dienstleistungskonsumenten nicht mehr geben. Wir werden, abgesehen von Kassenpatienten mit Grundversorgungsanspruch, mehr und mehr zu Patienten-Kunden. Hier wird für uns der Arzt zunehmend die Rolle eines Gesundheitslotsen übernehmen. Er wird individuelle Orientierung geben - etwa bei alternativen medizinischen Behandlungskonzepten, beim Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln, in der Prävention, im Bereich Anti-Aging, bei Wellness und Fitness, in der Veränderung des Lebensstils, im Lebenswandel schlechthin. [ Weiterlesen
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